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Locken schneiden: Curly Cut, DevaCut & Co. — was davon brauchst du wirklich?

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Locken schneiden: Curly Cut, DevaCut & Co. — was davon brauchst du wirklich?

Gerade wird online wieder viel über den "perfekten" Lockenschnitt diskutiert — Curly Cut, DevaCut, Rezo-Schnitt, alles mit eigenem Namen, eigener Zertifizierung und oft auch eigenem Premium-Preis. Die Grundidee dahinter ist berechtigt: Locken springen beim Trocknen unterschiedlich stark zurück, ein normaler Schnitt "im nassen Zustand gerade" kann danach komplett schief aussehen. Nur: Braucht es dafür wirklich die 150-Euro-Zertifizierung beim Spezialisten? Nicht immer.

3 Dinge, die beim Lockenschnitt wirklich zählen

  1. Schneiden nach Locken-Sprungkraft, nicht nach Zentimetern. Der Kerngedanke hinter Curly Cut & Co. ist simpel und tatsächlich wichtig: Jede Locke zieht sich beim Trocknen unterschiedlich stark zusammen. Ein Schnitt, der das nicht berücksichtigt, endet oft in einer Dreiecksform. Ein Friseur, der Locke für Locke einzeln beurteilt (trocken oder locker gespannt statt stur nass), trifft die Länge deutlich zuverlässiger.
  2. Trocken schneiden lassen (oder zumindest trocken nachjustieren). Das ist der eine Unterschied, der wirklich einen Effekt hat: Am trockenen, ungestylten Haar sieht man sofort, wo eine Strähne kürzer zurückspringt. Viele "normale" Friseure schneiden weiterhin nass und pauschal — das Ergebnis passt dann oft erst nach der nächsten Wäsche wirklich.
  3. Regelmäßige leichte Spitzen-Pflege statt seltenem Radikalschnitt. Locken neigen an den Spitzen schneller zu Trockenheit und Spliss als glattes Haar, weil das Öl der Kopfhaut die Länge schlechter erreicht. Alle 8–12 Wochen ein bis zwei Zentimeter sind sinnvoller als einmal im Jahr ein großer Schnitt "damit es wieder wächst" (Haare wachsen davon übrigens nicht schneller — das ist ein Mythos).

2 Dinge, die du dir sparen kannst

  1. Die teure Marken-Zertifizierung als Auswahlkriterium. "DevaCut", "Rezo-Schnitt" oder "Curlsys" sind vor allem Markennamen für Schulungen — kein Garant für Qualität. Entscheidend ist nicht das Logo an der Tür, sondern ob der Friseur oder die Friseurin wirklich erfahren mit Locken ist und trocken oder Strähne für Strähne arbeitet. Frag im Vorfeld gezielt danach, statt blind auf den teuersten Namen zu vertrauen.
  2. Jeden Monat zum Lockenspezialisten. Ein guter Curly Cut hält bei den meisten Locken- und Wellentypen 3–4 Monate seine Form. Häufigeres Schneiden nimmt vor allem Länge und bringt kaum zusätzlichen Nutzen — dein Budget ist bei Feuchtigkeitspflege (siehe Rosmarinöl für Locken) meist besser aufgehoben als bei mehr Terminen.

Der 1-Minuten-Check für deinen nächsten Termin

Bevor du buchst: Schau dir 2–3 Vorher-Nachher-Fotos vom Friseur an (Instagram reicht) — wurde erkennbar trocken oder strähnenweise gearbeitet, oder sieht jeder Schnitt "glatt rasiert" aus? Frag am Telefon kurz, ob trocken geschnitten wird. Und nimm zum Termin selbst Referenzfotos deiner Wunschform mit trockenem, ungestyltem Haar mit — so sieht dein Friseur genau, wie deine Locke sich wirklich verhält, nicht nur nass und glatt gekämmt.

1 Schritt für heute

Kein Termin nötig: Schau dir heute deine Spitzen bei trockenem, ungestyltem Haar im Tageslicht an. Sind einzelne Strähnen sichtbar dünner, kraus oder brüchig? Das ist dein Signal für den nächsten Trimm-Termin — nicht der Kalender.

Für wen das besonders gilt

Wer gerade erst seine Routine aufbaut, checkt am besten zuerst die Basics: Curly-Girl-Methode starten. Bei fransigen, unregelmäßig wirkenden Spitzen trotz gutem Schnitt lohnt zusätzlich ein Blick auf die Haarporosität — poröses Haar wirkt schneller strähnig. Und wer nach dem Schnitt viel Frizz bemerkt, findet hier Abhilfe: Frizz vermeiden.

Weiterlesen bei ASELECION

Quellen

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