2A, 3C, 4B – der Locktyp-Chart ist auf jeder zweiten Produktseite zu finden. Aber hilft er dir überhaupt bei der Produktwahl? Hier die Fakten.
3 Fakten
- Der Chart kommt aus dem Friseursalon, nicht aus dem Labor. Andre Walker, Hairstylist von Oprah Winfrey, hat das 2A-4C-System in den 1990ern für sein eigenes Haarpflege-Buch entwickelt – als Marketing-Tool für seine Produktlinie, nicht als wissenschaftliche Klassifikation. (Quelle: Prose)
- Locktyp sagt nichts über Porosität oder Dichte aus. Zwei Personen mit identischem 3B-Curl können komplett unterschiedliche Produkte brauchen, weil ihre Haarfaser Feuchtigkeit unterschiedlich aufnimmt und abgibt. Genau das entscheidet laut Kosmetikchemikern eher über die passende Pflege als die reine Curl-Form. (Quelle: Allure)
- Ein Kopf hat oft mehrere Locktypen gleichzeitig. Ansatz, Mitte und Spitzen können unterschiedlich gewellt oder gelockt sein – das starre Chart-System geht von einer Einheitlichkeit aus, die bei den meisten Köpfen so nicht existiert. (Quelle: Prose)
2 Stimmen
Dafür: Für den Einstieg ist das Chart praktisch – eine gemeinsame Sprache, um sich in Curl-Communities auszutauschen oder grob zu filtern, was andere mit ähnlicher Haarstruktur benutzen.
Dagegen: Trichologen und Kosmetikchemiker sagen: Porosität und Dichte sind die Faktoren, die tatsächlich entscheiden, ob ein Produkt zu schwer, zu leicht oder genau richtig ist – nicht die Form der einzelnen Locke.
1 Frage
Musst du deinen exakten Locktyp kennen, um die richtigen Produkte zu finden? Nein. Wichtiger ist, wie dein Haar auf Feuchtigkeit reagiert – trocknet es schnell wieder aus (niedrige Porosität) oder saugt es alles auf und bleibt trotzdem trocken (hohe Porosität)?
Was du nicht brauchst: dich stundenlang zwischen 3A und 3B entscheiden, bevor du überhaupt ein Produkt ausprobiert hast. Teste stattdessen deine Porosität – das bringt dich schneller zur richtigen Pflege.
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